Bundesförderung Industrie und Klimaschutz (BIK)
Worum geht es?
Mit der Bundesförderung Industrie und Klimaschutz unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie Industrievorhaben, die einen Beitrag zur Treibhausgasneutralität leisten. Teilmodul 1 richtet sich an Betriebe, die prozessbedingte Emissionen möglichst weitgehend und dauerhaft reduzieren — etwa durch die Umstellung energieintensiver Produktionsanlagen. Es löst das ausgelaufene Programm „Dekarbonisierung in der Industrie“ ab.
Passt zu Ihnen, wenn …
- Ihre Produktion energieintensiv ist und prozessbedingte Emissionen verursacht
- Sie ein konkretes Investitionsvorhaben zur Emissionssenkung planen
- das Vorhaben noch nicht begonnen hat (keine Bestellung, kein Vertrag)
- Sie eine angemessene Eigenbeteiligung tragen können
Was wird gefördert?
Förderfähig sind die projektbezogenen Investitions- sowie Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationskosten, die unmittelbar der Treibhausgasminderung dienen. Die Förderung wird als nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt. Die Quote liegt bei bis zu 40 Prozent; führt das Vorhaben zu einer vollständigen Vermeidung der direkten Emissionen, sind bis zu 50 Prozent möglich.
So läuft der Antrag
- Projektskizze über easy-Online einreichen
- Bei positiver Bewertung Aufforderung zum förmlichen Antrag
- Zuwendungsbescheid abwarten – erst dann mit dem Vorhaben starten
- Umsetzen und die förderfähigen Kosten sowie die Emissionsminderung nachweisen
Häufige Fragen
Ist die BIK mit anderen Förderungen kombinierbar?
Eine Kumulierung mit weiteren öffentlichen Mitteln ist nur in den beihilferechtlich zulässigen Grenzen möglich. Die genauen Obergrenzen hängen vom Vorhaben und der jeweiligen Beihilferegelung ab.
Wie hoch ist der Eigenanteil?
Da die Förderquote bei maximal 40 bzw. 50 Prozent liegt, tragen Sie mindestens den verbleibenden Kostenanteil selbst. Vorausgesetzt wird eine angemessene Eigenbeteiligung.
Gilt das Programm auch für kleinere Betriebe?
Die BIK richtet sich an Industrievorhaben im industriellen Maßstab. Für kleinere Effizienzmaßnahmen gibt es passendere Programme – der Förder-Check zeigt Ihnen die Alternativen.
Passt dieses Programm zu Ihrem Vorhaben?
Kostenlose Ersteinschätzung, bei Bedarf Vermittlung an einen Berater in Ihrer Region.
Einordnung der Redaktion
Die BIK ist eines der höchstdotierten Industrieprogramme des Bundes, aber auch eines der anspruchsvollsten. Der Aufwand lohnt sich vor allem bei großen Dekarbonisierungsvorhaben mit nachweisbarer Emissionsminderung. Wer kleinere Effizienzmaßnahmen plant, fährt mit der EEW oder der BAFA-Energieberatung meist schneller. Entscheidend bleibt in jedem Fall: erst der Antrag, dann der Vertrag.
– Redaktion industriefoerderung.de
ℹ️ Hinweis: Allgemeine Information, keine Rechts-, Steuer- oder Finanzierungsberatung im Einzelfall (RDG/StBerG). Maßgeblich ist die aktuelle Förderrichtlinie des Fördergebers.
Datenbasis: Förderdatenbank des Bundes (BMWE), lizenziert unter CC BY 4.0. Redaktionell aufbereitet und um eigene Einordnung ergänzt. Geprüft am: 16.06.2026. Angaben ohne Gewähr.