Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) laufend

Förderung nachhaltiger Leguminosen-Anbausysteme: Forschung & Entwicklung

Geprüft am 2026-06-16
Förderhöhe bis
variabel
Förderquote
individuell
Förderart
Zuschuss
Region
Bund
Zielgruppe
forschungseinrichtung
Das Wichtigste in Kürze
Die Förderung Leguminosen Anbausysteme richtet sich an Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Hochschulen, die nachhaltige Anbausysteme mit Leguminosen erforschen und entwickeln. Als Zuschuss auf Bundesebene unterstützt das Programm innovative Projekte zur Steigerung der Biodiversität und Ressourceneffizienz in der Landwirtschaft. Die genaue Förderhöhe ist der jeweiligen Bekanntmachung zu entnehmen – eine frühzeitige Prüfung der Förderrichtlinie ist essenziell.

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) fördert im Rahmen seiner Eiweißpflanzenstrategie die Entwicklung und Implementierung nachhaltiger Anbausysteme, die auf Leguminosen basieren. Ziel ist es, innovative Lösungen für die Landwirtschaft zu finden, die den Einsatz von Stickstoffdüngern reduzieren, die Bodengesundheit verbessern und die Biodiversität fördern. Dieses Programm unterstützt Forschungs- und Entwicklungsvorhaben, die einen wesentlichen Beitrag zur Transformation hin zu einer ressourcenschonenderen und klimafreundlicheren Landwirtschaft leisten.

Wer wird gefördert und wofür?

Dieses Förderprogramm richtet sich an eine breite Palette von Akteuren im Bereich der Agrarforschung und -wirtschaft. Antragsberechtigt sind:

  • Unternehmen jeder Größe (Kleinstunternehmen, kleine, mittlere und große Unternehmen), die innovative Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen im Leguminosen-Anbau entwickeln möchten.
  • Forschungseinrichtungen, die an anwendungsorientierten Forschungsprojekten arbeiten.
  • Hochschulen, die Grundlagenforschung oder angewandte Forschung in diesem Bereich betreiben.

Gefördert werden Projekte, die sich mit der Etablierung, Optimierung und Weiterentwicklung von Anbausystemen beschäftigen, welche die Vorteile von Leguminosen – wie die Stickstofffixierung und die Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit – optimal nutzen. Dazu gehören unter anderem die Entwicklung neuer Sorten, verbesserte Anbauverfahren, Integration in Fruchtfolgen und die Bewertung ökologischer und ökonomischer Effekte.

✓ Passt zu Ihnen, wenn
  • Ihr Unternehmen, Ihre Forschungseinrichtung oder Hochschule Projekte im Bereich nachhaltiger Leguminosen-Anbausysteme plant.
  • Sie innovative Ansätze zur Reduzierung von Stickstoffdüngern und zur Förderung der Biodiversität verfolgen.
  • Ihr Vorhaben einen Beitrag zur Eiweißpflanzenstrategie des Bundes leisten kann.
  • Sie bereit sind, Forschungsergebnisse in die Praxis zu überführen.
✗ Eher nicht, wenn
  • Ihr Projekt keinen direkten Bezug zu Leguminosen oder nachhaltigen Anbausystemen hat.
  • Sie bereits mit dem Vorhaben begonnen haben, bevor der Antrag gestellt wurde (Maßnahmebeginn).
  • Ihr Vorhaben ausschließlich kommerzieller Natur ist und keine Forschungs- oder Entwicklungsanteile besitzt.
  • Sie nicht in Deutschland ansässig sind oder keinen Projektbezug zu Deutschland haben.

Förderfähige Kosten

Im Rahmen der Förderung von nachhaltigen Anbausystemen mit Leguminosen können typischerweise Personalkosten für wissenschaftliches und technisches Personal, Sachkosten für Materialien und Geräte, Reisekosten im Projektzusammenhang sowie Kosten für externe Dienstleistungen (z. B. Analysen, Gutachten) als förderfähig anerkannt werden. Die genauen Details hierzu sind der jeweiligen Förderrichtlinie und den spezifischen Bekanntmachungen zu entnehmen. Kosten, die nicht direkt dem Forschungsvorhaben zuzuordnen sind oder bereits vor Antragstellung entstanden sind, sind in der Regel nicht förderfähig.

So läuft der Antrag

  1. Bekanntmachung prüfen – Prüfen Sie die aktuelle Bekanntmachung zum Programm „Förderung von nachhaltigen Anbausystemen mit Leguminosen“ auf der Webseite des BMEL oder der Förderdatenbank des Bundes. Hier finden Sie Details zu Fristen und Schwerpunkten.
  2. Projektskizze einreichen – Erarbeiten Sie eine detaillierte Projektskizze, die Ihr Vorhaben, die Ziele, die Methodik und die erwarteten Ergebnisse klar darlegt. Reichen Sie diese fristgerecht beim Projektträger ein.
  3. Antragstellung bei positiver Bewertung – Nach einer positiven Bewertung der Skizze werden Sie zur Einreichung eines förmlichen Förderantrags aufgefordert. Dieser umfasst eine detaillierte Beschreibung des Vorhabens, einen Arbeits- und Zeitplan sowie einen Finanzierungsplan.
  4. Bewilligung und Projektstart – Nach erfolgreicher Prüfung erhalten Sie einen Zuwendungsbescheid. Erst danach dürfen Sie mit dem Vorhaben beginnen und die Fördermittel in Anspruch nehmen.
⚠ Wichtig – Maßnahmebeginn: Stellen Sie den Antrag, bevor Sie das Vorhaben beginnen. Bereits ein verbindlicher Liefer- oder Leistungsvertrag gilt förderrechtlich als Maßnahmebeginn und kann den Förderanspruch ausschließen.

Eckdaten des Förderprogramms

Förderart Zuschuss
Förderquote – siehe Förderrichtlinie
Höchstbetrag – siehe Förderrichtlinie
Fördergeber Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)
Region Bund (Bundesweit)
Status antragsoffen (auf Bekanntmachung achten)
Förderfähigkeit prüfen

Unsicher, ob Ihr Vorhaben förderfähig ist?

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Häufige Fragen zur Förderung Leguminosen Anbausysteme

Wer kann die Förderung beantragen?

Antragsberechtigt sind Unternehmen (aller Größen), Forschungseinrichtungen und Hochschulen, die in Deutschland ansässig sind und Projekte im Bereich nachhaltiger Leguminosen-Anbausysteme durchführen möchten.

Wie hoch ist die Förderung für Leguminosen-Anbausysteme?

Die genaue Förderhöhe und -quote ist den jeweiligen Bekanntmachungen und Förderrichtlinien zu entnehmen. Es handelt sich um einen Zuschuss, dessen Umfang projekt- und aufrufspezifisch variiert. Eine pauschale Angabe ist daher nicht möglich; prüfen Sie die aktuelle Ausschreibung.

Was sind förderfähige Projekte?

Gefördert werden Forschungs- und Entwicklungsprojekte, die sich mit der Etablierung, Optimierung und Weiterentwicklung von Anbausystemen mit Leguminosen befassen, um ökologische und ökonomische Vorteile in der Landwirtschaft zu erzielen. Dies kann die Entwicklung neuer Sorten, Anbauverfahren oder die Integration in Fruchtfolgen umfassen.

Ist eine Kumulierung mit anderen Förderprogrammen möglich?

Die Kumulierbarkeit mit anderen Förderprogrammen hängt von den spezifischen Beihilferegelungen des jeweiligen Programms ab. Im Allgemeinen ist eine Kumulierung möglich, sofern die beihilferechtlichen Höchstgrenzen nicht überschritten werden und keine Doppelförderung derselben Kostenpositionen vorliegt. Details hierzu finden Sie in der Förderrichtlinie.

Was ist der häufigste Ablehnungsgrund?

Ein häufiger Ablehnungsgrund ist der sogenannte „Maßnahmebeginn vor Antragstellung“. Wer mit dem Projekt beginnt (z. B. durch Auftragsvergabe), bevor der Förderantrag bewilligt wurde, verliert in der Regel den Förderanspruch. Achten Sie zudem auf die präzise Einhaltung der thematischen Schwerpunkte der aktuellen Bekanntmachung und die Vollständigkeit der Unterlagen.

Datenbasis: Förderdatenbank des Bundes (BMEL), Stand 2026-03-17. Redaktionell in eigenen Worten aufbereitet und um eigene Einordnung ergänzt. Geprüft am: 16.06.2026. Alle Angaben ohne Gewähr – verbindlich ist allein die jeweils aktuelle Förderrichtlinie des Fördergebers.

ℹ️ Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information über Förderprogramme und ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder Finanzierungsberatung im Einzelfall. Wir informieren und vermitteln, wir beraten nicht im Sinne des RDG oder StBerG. Förderkonditionen, Fristen und Voraussetzungen können sich ändern; maßgeblich ist die aktuelle Förderrichtlinie des jeweiligen Fördergebers.

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